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Diplomaten: Moderne Zentrifugen in Natanz

04.04.2008

Könnte Geschwindigkeit der Urananreicherung verdoppeln bis verdreifachen

 Wien - Der Iran hat Diplomaten zufolge in seiner Uran-Anreicherungsanlage Natanz mit der Montage von Zentrifugen eines modernen Typs begonnen. Die Islamische Republik habe dort nach einer mehrmonatigen Pause insgesamt 300 neue Zentrifugen installiert, erfuhr Reuters am Donnerstag. Wie viele davon alter und wie viele neuer Bauart seien, sei noch unklar, sagte ein westlicher Diplomat mit Zugang zu Geheimdiensterkenntnissen.

Offenbar sei die Absicht aber, so viel wie möglich mit den neuen Geräten zu produzieren und das Vorgängermodell schrittweise auszurangieren. Mit den modernen "IR-2"-Zentrifugen könnte der Iran die Geschwindigkeit seiner Urananreicherung verdoppeln bis verdreifachen.

Qualitätsüberprüfungen

Ein mit den Iran-Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO/IAEA) vertrauter hochrangiger Diplomat widersprach den Angaben nicht. Allerdings sei unklar, ob der Iran in der Lage sei, den neuen Zentrifugentyp erfolgreich einzusetzen, sagte er. Dem ersten Informanten zufolge hat das Land Qualitätsüberprüfungen an den neu installierten Geräten abgeschlossen und ist bereit, sie mit Urangas zur Anreicherung zu befüllen. Wann damit begonnen werde, sei aber unklar.

Der Iran hatte vergangenes Jahr in Natanz 3000 Zentrifugen eines alten, fehleranfälligen Typs in Betrieb genommen. Atomexperten betonen jedoch nach wie vor, das Land müsse noch beweisen, dass es die empfindlichen Geräte über längere Zeiträume bei optimaler Geschwindigkeit laufen lassen kann. Dies wäre der Schlüssel, um brauchbare Mengen von Uran anzureichern. (APA/Reuters)

 

Qazimohamad

Dr.Abdulrahman Qasmlu

Dr.Sadeq  Scharafkandi