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Jahrestag der Kurdenmorde In Wien

17 Jahre ist es her, dass eine organisierte Bluttat bei der Fasangasse einen real existierenden Politthriller ins Leben rief - war der heutige iranische Präsident Ahmadinejad in die Morde verwickelt... Mehr Lesen


Iran ist ein Vielvölkerstaat

Mustafa Hedschri, gegenwärtig Generalsekretär der PDKI schreibt, dass außerhalb des Iran nicht bekannt sei, dass der Iran in Bezug auf die Frage der nationalen Identität, Religion und Kultur pluralistisch sei.

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22 Tote bei Massen-Demonstration?

18.06.2009

 Volksaufstand im Iran! Traurige Bilanz der vergangenen Tage: 22 Tote und unzählige Verletzte. Der Iran ist nach der Wahl vom Freitag, aus der Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad als vermeintlicher Sieger hervorging, in Aufruhr. Die Opposition um Mir Hossein Mussawi wirft dem Präsidenten Wahlbetrug vor und fordert Neuwahlen. Die Lage eskaliert...

Zwischenfall am Morgen: Nach einer Kundgebung rund um den Teheraner Asadi-Platz, die weitgehend friedlich verlief, versuchte eine Gruppe Demonstranten, das Gebäude einer Freiwilligenmiliz am Rand des Platzes in Brand zu stecken und zu stürmen. Die Verteidiger im Gebäude schossen daraufhin auf die anstürmenden Menschen. Stunden später bezifferte der Rundfunk die Zahl der Todesopfer mit sieben, die Opposition spricht von 22.

Allein beim Überfall auf ein Studentendorf in Teheran seien fünf Studenten umgebracht und ihre Leichen ohne Wissen der Angehörigen sofort vergraben worden, berichten Oppositionelle. 70 Studenten seien verschleppt worden, ihr Schicksal sei ungewiss.

DIE LAGE KÖNNTE WEITER ESKALIEREN!

Die Opposition hat zwar die geplante Massendemonstration in Teheran aus Angst vor einer Eskalation der Gewalt abgesagt, trotzdem werden vermutlich wieder tausende Reformanhänger auf die Straße strömen – und auf Regierungstreue treffen. Denn auch Ahmadinedschads Gefolgsleute haben zu einer Demonstration aufgerufen.

Am Montag waren laut Polizeiangaben 1,5 bis zwei Millionen Mussawi-Anhänger auf die Straßen gegangen. Friedlich, gekleidet in der Farbe der Hoffnung: Grün.

Die iranische Regierung hat unterdessen allen Journalisten ausländischer Medien eine Berichterstattung auf offener Straße verboten. Der Anordnung zufolge dürfen die Reporter nur noch aus ihren Büros berichten und damit keine Augenzeugenberichte von vor Ort mehr senden.

„Das Regime versucht, die Menschen einzuschüchtern“, urteilt der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf in der „Süddeutschen Zeitung“. „Das ist mehr als nur Wahlfälschung, für mich ist das ein Staatsstreich.“

Unterdessen hat der Wächterrat – das oberste Aufsichtsorgan über die Wahlen im Iran – angekündigt, einen Teil der Stimmen neu auszuzählen.

Für die Mussawi-Anhänger nur ein kleiner Trost. Viele Indizien sprechen für massive Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen vom Freitag. So sollen einige Wahllokale nicht mit ausreichend Wahlzetteln ausgestattet worden sein.

Zudem haben Meldungen vom Morgen, einige Reformer seien festgenommen worden, die Stimmung weiter angeheizt.

Der frühere Vizepräsident Mohammed Ali Abtahi sei am Dienstagmorgen abgeführt worden, teilte sein Büro mit. Abtahi hatte im Wahlkampf den gemäßigten Reformkandidaten Mehdi Karubi unterstützt. Bereits am Montag war nach Angaben aus Oppositionskreisen der prominente Reformer Said Hadschjarian festgenommen worden.

Während in seinem Land eine Welle der Gewalt droht, reiste der Präsident zu einem Staatsbesuch nach Russland. Am Montag hatte es noch geheißen, Ahmadinedschad würde die Reise verschieben. Fehlanzeige.

Stattdessen warf er der westlichen Staatengemeinschaft Versagen beim Lösen internationaler Krisen vorgeworfen. „Der Irak ist nach wie vor besetzt, das Palästina-Problem ungelöst, und die Lage in Afghanistan verschlimmert sich“, sagte der umstrittene Politiker. Auf die Lage im Iran ging Ahmadinedschad zunächst mit keinem Wort ein.

US-Präsident Barack Obama kündigte unterdessen an, weitere Gespräche mit dem Iran führen zu wollen. Allerdings sei er sehr beunruhigt über die Situation im Land

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Qazimohamad

Dr.Abdulrahman Qasmlu

Dr.Sadeq  Scharafkandi